
UNIGIS ist ein internationales Konsortium von Universitäten, das seit 1992
GIS-Fernstudien anbietet. Die Universität
Salzburg gehört gemeinsam mit der Manchester Metropolitan University
und der Freien Universität Amsterdam zu den Gründungsmitgliedern und
bietet im Rahmen der Universitätslehrgänge zwei alternative Studiengänge
an:
UNIGIS MSc (zweijährig)
UNIGIS professional (einjährig) bzw. als sechsmonatiger
Vollzeitkurs unter der Bezeichnung UNIGIS eXpress
Das Netzwerk der UNIGIS INTERNATIONAL ASSOCIATION setzt sich aus über 15 Partner-Universitäten zusammen. Sie profitieren vom weltweiten Austausch und den etablierten, hohen Standards mit dem gemeinsamen Ziel der Berufsbegleitenden Aus- und Weiterbildung und der Vermittlung von international orientiertem Wissen, Kenntnissen und Fähigkeiten im Bereich der Geoinformatik.
Die Durchführung erfolgt als Online Fernstudium, eine flexible Form von Weiterbildung mit der Möglichkeit über das „Wo“ und „Wann“ des Lernens selbst zu entscheiden. Als UNIGIS-Studierender bilden Sie mit anderen Teilnehmern Lerngruppen, lernen alleine zuhause oder an ihrem Arbeitsplatz und kommunizieren mit ihren Betreuern und Mitstudenten in einem virtuellen Raum.
Seit Jänner 2003 wird der UNIGIS MSc als Nachfolge des seit 1994 sehr erfolgreichen UNIGIS Universitätslehrgangs an der Universität Salzburg angeboten. UNIGIS MSc als Fernstudium ist speziell als berufsbegleitende Weiterbildung konzipiert. Er führt zu dem postgradualen akademischen Abschluss MSc (GIS) - Master of Science (Geographical Information Science & Systems) und dauert ca. zwei Jahre.
Zielsetzung des Studiums ist die Vermittlung fundierter Kenntnisse zu Ansatz und Einsatz von GeoInformatik. Absolventen sind insbesondere zur Leitung von Projekten, Arbeitsgruppen und Abteilungen qualifiziert.
Das Studienprogramm des Universitätslehrgang besteht aus 12 Fächern, wobei die ersten 9 Lehrveranstaltungen als (Pflicht-)Module bezeichnet werden. Die Fächer ‚Studienbegleitung und wissenschaftliches Arbeiten‘, das Wahlpflichtfach ‚Angewandte Geoinformatik‘ sowie die ‚Master Thesis‘ sind individuell in Abstimmung mit der Lehrgangsleitung planbar. Der Durchschnittswert wöchentlicher Arbeitsbelastung liegt bei ca. 12-15 Stunden in Abhängigkeit von Modulinhalt und persönlichen Vorkenntnissen.
Die Kommunikation zwischen Teilnehmern und Lehrgangsteam bzw. Modulbetreuer erfolgt durch E-Mail, Diskussionsforen und Online-Meetings.
Wenn Sie untenstehende Vorraussetzungen erfüllen und sich anmelden, werden Sie in der Reihenfolge des Einlangens ihrer Aufnahmeanträge in den nächstmöglichen Turnus aufgenommen.
Das UNIGIS MSc Studium steht absolvierten Akademikern österreichischer Bakkalaureats-, Bachelor-, Fachhochschul-, Diplom- oder Lehramtsstudien sowie gleichwertiger ausländischer Studien offen. Eine vergleichbare Qualifikation kann anerkannt werden, wobei deren Feststellung der Lehrgangsleitung obliegt. Voraussetzung dafür ist jedenfalls mehrjährige Berufspraxis im Bereich der Geoinformatik. Für die Beurteilung der Eignung des/der Kandidaten/in sowie für die Entscheidung über die Zulassung zum Fernstudium kann ein persönliches Gespräch erforderlich sein.
Zugelassene KandidatInnen werden in der Reihenfolge der Aufnahmeanträge nach Einholung einer kurzen Rückbestätigung
in den nächsten Jahrgang aufgenommen.
Die wesentlichen Inhalte der Pflichtmodule liegen in deutscher Sprache vor, zusätzlich kommt jedoch auch englischsprachige Literatur zur Vertiefung und englischsprachige Software zum Einsatz. Es sind passive Englischkenntnisse auf Niveau von B2 (nach dem Common European Framework of Reference for Languages) für das sinnerfassende Lesen erforderlich. Im Regelstudium ist derzeit keine Kompetenz im Schreiben englischsprachiger Texte erforderlich. Beim zusätzlichen Erwerb einer internationaler Zertifizierung (z.B. 'European Masters in GIScience') sind jedoch auch aktive Englisch-Kenntnisse notwendig.
Das Curriculum des UNIGIS MSc besteht aus 12 Fächern, wobei 9 davon als ‚Module‘ (=Pflichtmodule) bezeichnet werden. Die Fächer ‚Studienbegleitung und wissenschaftliches Arbeiten‘, das Wahlpflichtfach ‚Angewandte Geoinformatik‘ sowie die ‚Master Thesis‘ sind in Abstimmung mit der Lehrgangsleitung individuell planbar.Die Reihenfolge der Bearbeitung folgender Pflichtmodule ist durch einen allgemeinen Zeitplan vorgegeben.
Dieses einführende Modul nimmt als erster Studienbaustein
im Vergleich zu den darauf folgenden Studieninhalten eine Sonderstellung ein.
Es soll vor allem Orientierung schaffen und die Arbeitsumgebung für die
folgenden Module aufbereiten. Dabei werden die Studierenden in Begriffe und
das Wesen Geographischer Informationsverarbeitung eingeführt und lernen
klassische Anwendungsdomänen sowie aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet
von Geographischen Informationssystemen kennen. Darüber hinaus werden sie
in die Welt der räumlichen Bezugssysteme eingeführt und dazu angeleitet,
Ihren persönlichen Arbeitsstil mit den digitalen Studienmaterialien zu
entwickeln.
Spezifische Modulinhalte sind u.a.:
• Geographische Informationssysteme und verwandte Methoden bzw. Technologien
• Einordnung und Abgrenzung von GIS zur allgemeinen Informationsverarbeitung
• Entwicklungslinien von GIS, aktuelle Trends und zukünftige Perspektiven
• spezifische Stärken und Vorteile von GIS
• Übersicht über das funktionale Spektrum von GIS
• Räumliche Bezugssysteme (Grundlagen, Koordinatensysteme, Projektionen,
Transformationen)
• Informationsquellen und Ressourcen
Dieses Modul vermittelt den Studierenden das notwendige Wissen
und einen profunden Überblick über gängige Datenstrukturen und
-modelle aus der Welt der Geographischen Informationssysteme. Es geht der zentralen
Frage nach, wie die reale Welt um uns in all ihrer Komplexität eindeutig
und verständlich in Datenmodellen und -strukturen abgebildet werden kann.
Nach Abschluss dieses Moduls sind die Studierenden dazu befähigt, Voraussetzungen
und Eigenschaften dieser Strukturen und Modelle vergleichend zu beurteilen und
eine sachgerechte Auswahl in konkreten Problemstellungen zu treffen.
Spezifische Modulinhalte sind u.a.:
• Modellierung räumlicher Information
• Raummodelle - Datenmodelle – Datenstrukturen
• Vektor – Modell
• Zelleinteilungs-Modelle (Raster)
• hybride Datenmodellen
• Repräsentation von Oberflächen
• Mehrdimensionale räumliche Datenmodelle
• Objektorientierte Datenmodelle
Das dritte Modul wendet sich den praxisorientierten Aspekten
des 'Auffüllens' von Datenstrukturen mit realer Informa¬tion zu. In
diesem Modul erlernen die Studierenden den praktischen Umgang mit alltäglichen
Fragen der Geodatenerfassung und macht sie mit Strategien für den Aufbau
von und den Umgang mit Geodatenbasen vertraut. Es schafft eine Übersicht
über primäre Erfassungsmethoden von Geodaten wie Vermessung, Photogrammetrie,
GPS, Fernerkundung und Laserscanning sowie führt in zentrale Konzepte der
sekundären Geo-Datenerfassung (Digitalisieren, Vektorisieren, Scannen)
ein. Darüber hinaus werden in diesem Modul den Studierenden die wichtigsten
Kenntnisse zur Beurteilung und Auswahl adäquater Erfassungsmethoden für
den operativen Einsatz vermittelt.
Spezifische Modulinhalte sind u.a.:
• Identifikation erforderlicher Datengrundlagen aus der Anwendungs- und
-nutzerperspektive
• primäre Erfassungsmethoden: Vermessung, Photogrammetrie, Laserscanning,
GPS, Fernerkundung
• sekundäre Erfassungsmethoden: Digitalisieren, Scannen, Vektorisieren
• Raster-Vektor Konversion, Konversionsstrategien
• Daten mit indirektem Lagebezug
• Datenqualität und Kosten
• Datentransfer: Normen und Standards, Geodatenquellen
Der Erfolg des Einsatzes von Geographischen Informationssystemen
ist in der Praxis nicht unwesentlich mit Projekten zur Einführung, Erweiterungen
oder Anwendung von GI-Lösungen verbunden. Deshalb ist ein fundiertes Grundlagenwissen
auf dem Gebiet von Projektmanagement und Organisation eine in zunehmend bedeutende
Kompetenz von GI-Experten. Dieses Modul bringt den Studierenden die Grundlagen
modernen Projektmanagements nahe und führt in die zentralen Methoden dieses
Themenkomplexes ein. Die Studierenden erlernen den praktischen Umgang mit Projekthandbüchern
und anderen wichtigen Projektmanagementwerkzeugen und erwerben eine ganzheitliche
Sicht auf das Thema Projektmanagement im Kontext von Unternehmen und Organisationen.
Spezifische Modulinhalte sind u.a.:
• Grundlagen des modernen Projektmanagements als Teil ganzheitlicher Management-Konzepte
• Projektdefinition und Organisation
• Projektplanung (Projektziele, Projekttermine, Projektphasen, spezifische
Organisationsstrukturen)
• Projektframework (Logical Framework Approach)
• Projektcontrolling
• Qualitäts- und Innovationsmanagement
• GIS in Organisationen (Planung, Beschaffung, Betrieb)
Datenbanken sind mittlerweile ein Kernbestandteil von Geographischen
Informationssystemen. Verteilte Geodateninfrastrukturen und deren Geodatendienste
wären ohne Datenbanksysteme nicht realisierbar, wobei räumliche Daten
(=Geodaten) wesentlich komplexer zu verarbeiten sind als herkömmliche Sachdaten
und deswegen spezieller Kenntnisse und Systeme bedürfen. Wenn wir uns allein
die vielen Anwendungen des täglichen Lebens ins Bewusstsein rufen, so werden
wir feststellen, dass es eine (Un)Menge an Sachdaten und räumlichen Daten
gibt, die geeignet informationstechnisch verarbeitet werden müssen. Im
Rahmen des Moduls erarbeiten die Studierenden zunächst die theoretischen
Grundlagen von Datenbanksystemen um die erworbenen Kenntnisse im Anschluss im
Rahmen praktischer Übungen auf Geodatenbanksysteme übertragen.
Spezifische Modulinhalte sind u.a.:
• Architektur von Datenbankmanagementsystemen
• Relationale Datenmodellierung
• Normalisierung
• Solide Grundlagen der Anfragesprache SQL als universelles Sprachmittel
zur Manipulation von Daten und -Strukturen und deren Analyse
• Begriffserklärungen rund um Geodatenbanksysteme
• Räumliche Modelle in DBMS
• Räumliche Indizierung
Räumliche Analysemethoden sind ein zentrales Alleinstellungsmerkmal
Geographischer Informationssysteme. Räumliche Analysemethoden und -techniken
werden dazu verwendet, um neue raumbezogene Information zu generieren, welche
als Grundlage rationaler Planungsentscheidungen unentbehrlich ist. In diesem
Modul werden die Studierenden mit den Grundlagen dieser Methoden und Techniken
vertraut gemacht und erlernen den Umgang mit den wichtigsten Analysewerkzeugen
gängiger GIS-Software. Den Studierenden wird dabei anschaulich gemacht,
wie durch den Einsatz analytischer Methoden und Techniken wie Netzwerkanalysen
oder Multikriterieller Verfahren in Kombination mit zielorientierter kartographischer
Visualisierung räumliche Strukturen, Zusammenhänge und Trends erfasst
und für verschiedenste Anwendungsdomänen aufbereitet werden können.
Spezifische Modulinhalte sind u.a.:
• Gesamtüberblick über Methoden und Techniken der räumlichen
Analyse
• Horizontale Techniken (Nachbarschaftsanalyse, Distanzfunktionen, Filter,
Interpolation, Diffusion)
• Vertikale multithematische Integration (Verschneidung, Bewertung, Multikriterien-Verfahren)
• Geländeanalyse (Neigung, Exposition, Einstrahlung, Sichtbarkeit
etc.)
• Klassifikationstechniken
• Grundlagen von Modellbildung und Simulation
Dieses Modul steht im Zeichen der Vermittlung wesentlicher
Methoden und Kenntnisse der Geostatistik, wie etwa von geostatistischen Schätzverfahren,
der räumlichen Stichprobenziehung oder der explorativen räumlichen
Datenanalyse. Darüber hinaus werden den Studierenden grundlegende Konzepte
und Techniken aus der a-räumlichen Statistik vermittelt. Nach Bearbeitung
dieses Moduls sind die Studierenden in der Lage, grundlegende Begriffe räumlicher
und a-räumlicher Statistik zu verstehen sowie differenziert und sinnvoll
anzuwenden. Sie erlernen das notwendige Handwerkszeug, um selbstständig
Ansätze zur Lösung räumlich-statistischer Probleme zu entwickeln
und in der Praxis umzusetzen.
Spezifische Modulinhalte sind u.a.:
• Vergleich zwischen a-räumlicher Statistik und Geostatistik
• Spezifika und Begriffe der Geostatistik
• Explorative räumliche Datenanalyse
• Point Pattern Analysis
• Räumliche Streuungsmaße
• Räumliche Stichprobenziehung
• Geostatistische Schätzverfahren (z.B. Kriging) und Suchstrategien
• Validierung von Schätzresultaten
GIS zählen unbestritten zu den wichtigsten Zukunftstechnologien,
doch noch immer wird die GI-Branche durch proprietäre Systeme und inkompatible
(Daten-)Formate in Ihrer Entwicklung gebremst. Vor diesem Hintergrund bemüht
sich das Open Geospatial Consortium (OGC) seit 1994 GIS stärker in die
Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) zu integrieren sowie Standards
zu schaffen, damit unterschiedliche GI-Systeme auf gemeinsamen Daten arbeiten
können. Dieses Modul führt in die wichtigsten OGC-Standards ein und
zeigt auf, wie diese im Zusammenhang mit Geodateninfrastrukturen eingesetzt
werden können. In diesem Modul lernen die Studierenden, relevante GIS-Standards
zu identifzieren und zu verstehen, Dienste einer Geodateninfrastruktur für
Ihre Zwecke zu nutzen sowie Projekte zum Aufbau von geografischen Web-Diensten
organisieren zu können.
Spezifische Modulinhalte sind u.a.:
• Übersicht über Standards, OpenGIS und verteilte Architekturen
• Konzepte, Modelle und Schnittstellen aus der OpenGIS-Welt (XML, GML,
Web Map Service, Web Feature Service, Metadaten und Catalog Services)
• Spezifische Fragestellungen der Interoperabilität
• Konzeption strategischer Geoinformations-Projekte
• Geodateninfrastrukturen
Das abschließende Modul des UNIGIS MSc-Studiums widmet
sich dem Themenbereich der visuellen Kommunikation von räumlicher Information.
Die Studierenden untersuchen die Frage nach der Perzeption von räumlicher
Information und werden mit Grundbegriffen und Konzepten der Kartographie vertraut
gemacht. Dem Thema "Kartengestaltung und Kartenentwurf" wird ebenso
nachgegangen wie dem Konzept der Abstraktion aus einem spezifisch kartographischen
Blickwinkel, den Vorzügen von graphisch-bildhafter Kommunikation mittels
Signaturen, dem Begriff der "kartographischen Zeichensprache" sowie
den Möglichkeiten der kartographischen Repräsentation räumlicher
Kontinua.
Spezifische Modulinhalte sind u.a.:
• Thematische und Topographische Karten
• Visuelle Kommunikation und graphische Variablen
• Kartographische Klassifikation
• Signaturen- und Diagrammgestaltung
• Kartenblattgestaltung und Kartenschrift
• Visualisierung von Oberflächen
• Mediengerechte Kartendarstellung
Im Rahmen des Wahlpflichtfaches wird den Studierenden die Möglichkeit zur Vertiefung ihres Wissens in Spezialfächern und zur Einarbeitung in neue bzw. spezielle Themenbereiche geboten. Auf diese Weise werden individuelle Interessen und die fachliche Schwerpunktbildung unterstützt. Insgesamt müssen während des Studiums 24 ECTS-Punkte im Wahlpflichtfach ‚Angewandte Geoinformatik‘ absolviert werden. Eine Möglichkeit zur Abdeckung des Wahlpflichtfaches ohne zusätzliche Kosten besteht in der Absolvierung von optionalen Studienmodulen mit unterschiedlichen thematischen und softwarespezifischen Ausrichtungen.
Derzeit stehen folgende optionale Module zur Verfügung:
Developing Applications with OSM
Photogrammetrie im Dienste der Geoinformatik
Visualisieren von Geodaten mit SVG
Optionale Kurzmodule: Die folgenden optionalen Module haben einen geringeren Umfang und werden mit einer entsprechend geringeren Zahl an Credits (ECTS) bewertet:
Applications in Coastal Zone Research and Management
Zusätzlich erhalten UNIGIS-Studierende kostenlosen Zugang zu ausgewählten Kursen des ESRI Virtual Campus Fortbildungsangebotes, für die ebenso ECTS-Punkte vergeben werden. Auch externe Fortbildungen wie die Fortbildung zum Geodatenmanager der AGIS GmbH oder GI-bezogene Seminare der FOSS-Academy können nach Vorabklärung mit der Lehrgangsleitung angerechnet werden.
Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit im Rahmen dieses Wahlpflichtfaches ein Gemeinschaftsprojekt auszuarbeiten. Übergeordnetes Ziel des Gemeinschaftsprojektes ist die selbständige Bearbeitung eines GIS-Projektes mit praktischer oder methodisch-theoretischer Ausrichtung in Kleingruppen bis zu maximal 5 Personen. Praxisorientierte Arbeiten sind dabei der Normalfall, wobei von den Studierenden die typischen Arbeitsschritte der Problemanalyse und Formulierung des GIS-Ansatzes, der Datengewinnung, Analyse, Auswertung und Interpretation bzw. Präsentation durchlaufen werden.
Zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit von Studierenden
wird jährlich von mindestens einem unserer UNIGIS-Partner eine International Summer School
abgehalten. Dabei wird den Studierenden im Laufe einer Woche die Möglichkeit
zur intensiven Auseinandersetzung mit einem ausgewählten Schwerpunktthema
der Geoinformatik geboten. Durch das gemeinsame Studium mit Angehörigen
und Studierenden anderer Universitäten und Institutionen erweitern die
TeilnehmerInnen nicht nur ihren fachlichen Horizont, sondern erhalten auch die
Gelegenheit, wertvolle Kontakte zu knüpfen um ihr persönliches Geoinformatik-Netzwerk
auszubauen.
Nicht nur die UNIGIS-Partner, sondern auch zahlreiche andere internationale
Institutionen bieten jährlich Summer Schools mit Geoinformatik-Fokus an.
Eine Teilnahme daran erkennen wir gerne als Studienleistung an, wir bitten jedoch
vorab um Rücksprache mit dem Lehrgangsteam!
Im Rahmen des UNIGIS MSc-Studiums ist eine schriftliche Abschlussarbeit in Form einer Master Thesis zu erstellen. Diese Arbeit kann in deutscher oder englischer Sprache abgefasst werden und dokumentiert die Fähigkeit des selbständigen wissenschaftlichen Arbeitens. In der Master Thesis sollen Studierende ein methodisches oder fachwissenschaftlich-angewandtes Problem nach wissenschaftlichen Kriterien einwandfrei bearbeiten, über die durchgeführte Forschungstätigkeit berichten, die Ergebnisse in den aktuellen Forschungsstand der betroffenen Fachbereiche einordnen und diese selbstständig bewerten. Die thematische Festlegung der Arbeit erfolgt in der Regel etwa zur Halbzeit des Fernstudiums und wird im Rahmen der zweiten Studientage gemeinsam mit dem UNIGIS-Team ausführlich behandelt. Eine zusätzliche Betreuung und Unterstützung durch externe, im jeweiligen Anwendungsbereich kompetente Fachleute, ist wünschenswert und jedenfalls zu empfehlen. Die besten Abschlussarbeiten eines Jahres werden vom internationalen UNIGIS-Konsortium prämiert. In den letzten Jahren wurden qualitativ besonders hoch stehende Abschlussarbeiten regelmäßig in international anerkannten Fachzeitschriften publiziert.
Derzeit stehen folgende optionale Module zur Verfügung:
Developing Applications with OSM
Photogrammetrie im Dienste der Geoinformatik
Visualisieren von Geodaten mit SVG
Optionale Kurzmodule: Die folgenden optionalen Module haben einen geringeren Umfang und werden mit einer entsprechend geringeren Zahl an Credits (ECTS) bewertet:
Applications in Coastal Zone Research and Management
UNIGIS MSc beginnt im Januar jeden Jahres. Im zweiten Studienmonat finden die ersten Studientage in Salzburg statt, die die Gelegenheit bieten, StudienkollegInnen und Lehrgangsteam kennen zu lernen und sich einen genauen Überblick über Studieninhalte und -ziele zu verschaffen. Weitere Studientage finden im gleichen Jahr Ende November statt.
Nächster Lehrgangsbeginn ist im Januar 2013.
Der Studiengang ist auf eine Dauer von 2 Jahren konzipiert. Frühestmöglicher Abschluss ist 24, spätestmöglicher 36 Monate nach Studiengangsbeginn. Eine Fristerstreckung darüber hinaus kann nur auf Antrag gewährt werden, je begonnenem Monat wird jedoch eine zusätzliche Studiengangsgebühr fällig (siehe Abschnitt Kosten).
Der Lehrgangsbeitrag für UNIGIS MSc wird durch die Universität Salzburg festgesetzt. Die Kosten für beide Studienjahre belaufen sich derzeit auf € 8500,- (bzw. bei Zahlung in zwei Raten € 4600,- je Studienjahr). Leider haben wir keinen Spielraum für individuelle oder gruppenspezifische Reduktion dieses Lehrgangsbeitrages. Rückerstattungen bei nicht voller Inanspruchnahme aller Module sind nicht möglich.
Die Überweisung ist lautend auf „Universität Salzburg; Z_GIS“ auf folgendes Konto durchzuführen:
Bank: BACA (Bank Austria UniCredit Group)
Anschrift: Rainerstrasse 2; 5020 Salzburg
Bankleitzahl: 12000
Kontonummer: 06953834602
IBAN: AT231200006953834602
BIC: BKAUATWW
Als Verwendungszweck bitte unbedingt "LG_242800_Ihr Vor und Nachname" angeben.
Im Lehrgangsbeitrag sind Kosten für diverse Gebühren an der Universität Salzburg enthalten. Diese Gebühren werden seitens des Lehrgangsbüros für alle Teilnehmer entrichtet.
Weitere Kosten entstehen Ihnen durch:
Vielleicht möchten Sie in Einzelfällen auch zusätzliche Lehrbücher oder ein Wörterbuch kaufen. Oder Sie wollen Seminare besuchen, die ein Thema vertiefen oder ergänzen. Hier können Sie von Ihrem UNIGIS-Studentenstatus profitieren, denn das Z_GIS gewährt bei Seminaren allen UNIGIS-Studenten 25% Ermäßigung auf die Teilnahmegebühr. Auch beim ESRI Virtual Campus erhalten Studenten 40% Rabatt auf alle Kurse. Und viele ESRI Virtual Campus Kurse sind für UNIGIS-Studenten überhaupt kostenlos!
Falls ein Teilnehmer die Regelstudienzeit überschreitet (siehe Lehrgangsstart und -dauer) entfällt der Anspruch auf weitere Betreuung und Beurteilung durch die Universität Salzburg. Wird jedoch eine Weiterführung des Studiums mit der Lehrgangsleitung vereinbart, ist je angefangenem Kalendermonat ein festgelegter Prozentsatz des jährlichen Lehrgangsbeitrag zu entrichten:
Die für das UNIGIS MSc-Studium aufbereiteten Studienmaterialien helfen Ihnen bei der Erarbeitung theoretischer Lerninhalte sowie beim Erwerb praktischer Fertigkeiten im Umgang mit Geographischen Informationssystemen. Im Rahmen des Studiums werden Ihnen die Studienmaterialien (Lektionskonzepte, vertiefende Literatur, Übungen, Aufgaben, etc.) in digitaler Form auf der e-Learning Plattform ‚Blackboard‘ der Universität Salzburg zur Verfügung gestellt.
Die für die Bearbeitung der Studienmodule benötigte Software wird Ihnen für die Dauer der Modullaufzeit kostenlos zur Verfügung gestellt. Sie erhalten von uns kostenlose 52-Wochen Studienlizenzen führender Desktop-GIS-Software (GeoMedia Professional, ArcGIS, AutoCAD Map3D, FME Desktop).
Darüber hinaus können Ihnen im UNIGIS MSc Studium u.a. folgende Programme in Form von zeitlich begrenzten Vollversionen für Ausbildungszwecke zugänglich gemacht werden:
Natürlich erfordert ein Fernstudium die Unterstützung von vielen Seiten: Freunde, Familie und andere UNIGIS-Teilnehmer sollen in dieser Zeit die „Unternehmung Weiterbildung" aus unterschiedlichen Perspektiven mittragen und damit erleichtern. Von UNIGIS können Sie Betreuung in mehrfacher Hinsicht erwarten:
Neben dieser ständigen Betreuung in den eigentlichen Fernlehrphasen gibt es zweimal so genannte "Studientage" (jeweils 3 Tage) sowie einen 2-tägigen Workshop zur Master Thesis. Hier finden Sie ausreichend Gelegenheit im persönlichen Gespräch inhaltliche und organisatorische Fragestellungen zu diskutieren und den Austausch mit dem Lehrgangsteam und Ihrer Gruppe zu pflegen. Während bei den ersten Studientagen die erste persönliche Kontaktaufnahme erfolgt, ein kurzer Überblick der gesetzten Ziele und zu erwartenden Inhalte gegeben und in den Einsatz von Software und Lehrmedien eingeführt wird, stehen die zweiten Studientage unter einem aktuellen inhaltlichen Schwerpunktthema.
Aus technischer Sicht erfolgt die Kommunikation während der Fernlehrphasen über E-Mail, Diskussionsforen und virtuelle Treffen(Chat). Natürlich ist aber auch der Griff zum Telefon "erlaubt". Die oben genannten Techniken erleichtern nicht nur die Teilnehmerbetreuung, sondern helfen auch den Kontakt innerhalb der Gruppe zu intensivieren. Erfahrungsgemäß wirkt sich dieses gemeinsame "Lernen in der Gruppe" sehr günstig auf die persönliche Motivation und den Lernerfolg aus. Je mehr Sie persönlich aktiv partizipieren, umso mehr profitieren alle davon. Gehen Sie deshalb aus der Isolation heraus und trauen Sie sich ruhig auch scheinbar "dumme" Fragen zu stellen.
Beim UNIGIS MSc Studiengang stellen „Module" formale Leistungs- und Arbeitseinheiten dar. Der Teil der Arbeit an einem Modul, der in die Bewertung Ihrer Leistung eingeht, ist in Aufgaben „verpackt" und kann unterschiedliche Elemente enthalten wie:
Die Aufgabenbearbeitung wird von Ihnen direkt über die Lernplattform der Universität Salzburg eingereicht. Der Lehrbeauftragte beurteilt anschliessend Ihre Leistung.
Die Notenskala der Modulbewertung geht von 1 (sehr gut) bis 5 (nicht genügend) - für den erfolgreichen Abschluss ist mindestens die Note 4 erforderlich. Sie erhalten eine ausführliche Kommentierung zu Ihrer Leistung, ungefähr 2 bis 4 Wochen nachdem Ihre Bearbeitung eingereicht wurde. Die Gesamtbeurteilung des Lehrgangs ergibt sich aus den Einzelnoten für jedes Modul.
Neben den Aufgaben gibt es auch Übungen, die in unterschiedlichem Maße auf die Erfüllung eines Aufgabenziels vorbereiten und zum besseren Gesamtverständnis des Stoffes beitragen. Sie bilden eine optionale Leistungskomponente und werden von Ihrem Modulbetreuer bei der Gesamtbewertung nicht berücksichtigt.
Es gibt keine Abschluss-, oder Zwischenprüfungen (mündlich oder schriftlich), die eine Anwesenheit verlangen. Formal hat jedoch jede Modulbewertung den Charakter einer Hochschulprüfung. Sollte eine Modulbewertung negativ ausfallen, haben Sie das Recht auf Wiederholung - also auf die Zusendung und Bewertung weiterer Aufgaben.
Teilnehmer erhalten auf Anforderung ein „transcript of studies“
für alle bereits absolvierten Module zugestellt sowie ein Abschlusszeugnis
zum gesamten Universitätslehrgang. Nach dessen Vorlage erstellt das internationale
UNIGIS - Büro ein Zertifikat, das den Absolventen in methodischen und technischen
Aspekten von GIS als qualifiziert ausweist.
Absolventen des UNIGIS MSc Studiums erhalten weiters einen Bescheid über
den erfolgreichen Abschluss sowie ein sogenanntes „diploma supplement“.
In diesem Abschnitt erfahren Sie, wie Ihr Arbeitsplatz für den Studiengang ausgestattet sein sollte.
Wenn Sie bereits einen Computer besitzen: Hier die Hardware Mindestspezifikation für einen „UNIGIS-Arbeitsplatz":
Wenn Sie noch keinen Computer besitzen, können Sie uns auch gerne um Rat fragen, worauf Sie bei einem Kauf achten sollten.
Die Anforderungen bezüglich Prozessorleistung und Arbeitsspeicher richten sich in erster Linie nach den Anforderungen der Software ArcGIS und GeoMedia Professional.
Betriebssystem:Folgende Betriebssysteme werden unterstützt: Windows 7 (32-bit und 64-bit) Ultimate, Enterprise, Professional oder Home Premium, Windows Vista (32-bit und 64-bit) Ultimate, Enterprise, Business oder Home Premium, Windows XP (32-bit und 64-bit) Professional Edition oder Home Edition. Spezifische Unterstützung für Mac oder Linux-Rechner kann leider nicht angeboten werden. Aufgrund unserer institutionellen Mitgliedschaft bei der Microsoft Developer Network Academic Alliance (MSDNAA), können UNIGIS Studierende kompatible Betriebssysteme sowie eine Auswahl zusätzlicher Microsoft-Softwareprodukte kostenlos über uns beziehen, sofern die Software nicht zu kommerziellen Zwecken verwendet wird.
Desktopsoftware: MS Visio und MS Projekt wird ihnen im Rahmen des Studiums kostenlos zur Verfügung gestellt. Für die Bearbeitung des Studienmoduls ‚Projektmanagement und Organisation‘ ist der Einsatz von MS Excel verpflichtend vorgesehen. Als Textverarbeitungsprogramme können MS Word oder aber auch alternative Textverarbeitungstools eingesetzt werden (z.B. Open Office). Jedenfalls muss damit jedoch die Möglichkeit verbunden sein, PDF-Dokumente zu generieren. Eine Lizenz des Microsoft Office Professional Pakets können Teilnehmer über Microsoft EDU-SELECT Händler (für Österreicher z.B.http://www.acp.at/fit_for_the_future/) zu Hochschul-Konditionen beziehen.
Kommunikation: Windows-Live ID Account mit 10 GB Mailbox und MS Messenger für Online Sitzungen (wird zu Studienbeginn unter Anleitung des UNIGIS-Lehrgangsteams eingerichtet)
GIS-Software: Die für die Bearbeitung der Aufgaben im Rahmen der Module notwendige GIS-Software (ArcGIS Desktop - ArcInfo, GeoMedia Professional) wird in Form von 52-Wochen-Studienlizenzen kostenlos von uns zur Verfügung gestellt.
Die Zulassung von Kandidaten zum Fernstudium obliegt nach Prüfung des Vorliegens aller Voraussetzungen unter Berücksichtigung vorhandener Studienplätze der Lehrgangsleitung. Zugelassene Kandidaten werden in der Reihenfolge des Einlangens ihrer Aufnahmeanträge nach Einholung kurzfristiger Rückbestätigung in den nächstmöglichen Turnus aufgenommen.
Ihre Anmeldung erfolgt in mehreren Schritten:
Im Mitteilungsblatt der Paris Lodron-Universität Salzburg wurde am 15.Juli 2009 der aktuelle Studienplan des Universitätslehrgangs "Geographical Information Science & Systems (UNIGIS MSc)" veröffentlicht:
145. Geändertes Curriculum für den Universitätslehrgang „Geographical Information Science & Systems (UNIGIS MSc)“ an der Paris Lodron-Universität Salzburg
(Version 2009W)
Allgemeines
Seit 1994 werden an der Universität Salzburg Fernstudien im Bereich der Geoinformatik angeboten. Die vorliegende Verordnung dient der Weiterentwicklung auf Grundlage des fachlichen und technischen Fortschritts, didaktischer Erfahrungen, aktueller gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie der Erfordernisse des europäischen Hochschulraumes.
Ziel ist die Weiterbildung der Absolventen postsekundärer Ausbildungsgänge in Form eines flexiblen, im Bedarfsfall auch berufsbegleitenden postgradualen Studiums. Geographische Informationswissenschaft und deren Anwendung in Form Geographischer Informationssysteme werden als Zusatzqualifikation zur methodisch-technischen Umsetzung fachspezifischer Kenntnisse vermittelt. Damit soll insbesondere dem stark steigenden Bedarf an qualifizierten Fachleuten in zahlreichen Sektoren von Wirtschaft und Verwaltung entsprochen werden. Durch studentenzentrierte Studien- und Kommunikationsmethoden wird eine Hinführung zu selbständigem "lebenslangem Lernen" angestrebt.
(1) Der Universitätslehrgang ist im Sinne des ‚blended learning’ in flexibler Form für variable, insbesondere auch offene Studienformen konzipiert und kann daher in unterschiedlichen Organisationsvarianten angeboten werden.
(2) Die jeweils angebotenen Studienformen werden seitens der Lehrgangsleitung festgelegt.
(3) Insbesondere wird auf den Bedarf standortunabhängiger berufsbegleitender Weiterbildung Bezug genommen und daher die Studienform als Fernlehrgang durch entsprechende Materialien, Betreuungsformen, Kommunikationsmedien und Organisationsstrukturen unterstützt.
(1) Als LehrgangsleiterIn ist durch die zuständige akademische Behörde ein/e fachlich qualifizierte/r Angehörige/r der Universität Salzburg mit Lehrbefugnis in einem einschlägigen Fach zu bestellen.
(2) Die / Der LehrgangsleiterIn ernennt nach Maßgabe organisatorischen Bedarfs weitere MitarbeiterInnen in fachliche und administrative Leitungsfunktionen.
(3) Insbesondere kann für die Koordination aller Studienangelegenheiten eine Studienleiterin bzw. ein Studienleiter nominiert werden. Ansonsten werden diese Funktionen von der Lehrgangsleiterin bzw. dem Lehrgangsleiter wahrgenommen.
(4) Bei fremdsprachlicher bzw. mit Partnerinstitutionen realisierter Parallelführung des Lehrgangs kann bei Bedarf für jeden derartigen Lehrgang durch die Lehrgangsleiterin bzw. den Lehrgangsleiter jeweils eine Studienleiterin bzw. ein Studienleiter nominiert werden.
(1) Mit der wissenschaftlichen, organisatorischen und infrastrukturellen Durchführung des Lehrgangs wird das Zentrum für Geoinformatik der Universität Salzburg beauftragt.
(2) Die / Der LehrgangsleiterIn bestellt nach Maßgabe organisatorischen Bedarfs und bei gegebener finanzieller Bedeckung weitere MitarbeiterInnen zur Wahrnehmung erforderlicher Aufgaben und Funktionen.
(3) Die inhaltliche und strukturelle Aufgliederung der Unterrichtseinheiten, die vorgesehenen Studienmaterialien und der einzuhaltende Zeitplan sind den Studierenden vor Beginn der Lehrveranstaltungen in geeigneter Weise bekannt zu machen.
(1) Die Konzeption und Entwicklung des Lehrgangs erfolgen an der Universität Salzburg. Im Rahmen bestehender internationaler Kooperationsbeziehungen (wie der Mitgliedschaft in der "UNIGIS International Association") sowie weiterer Kooperationen und Partnerschaften werden der Austausch von Erfahrungen und der internationale Einsatz z.B. im Rahmen von „double/joint degrees“ koordiniert.
(2) Zur Koordination der internationalen Kooperation repräsentiert die Lehrgangsleiterin bzw. der Lehrgangsleiter oder eine Vertretungsperson die Universität Salzburg in der „UNIGIS International Association“.
(3) Im Rahmen der internationalen Kooperation mit Partnern werden Studienmaterialien, pädagogische Vermittlung und Betreuung sowie einheitliche Beurteilungsstandards einer laufenden Evaluation und somit Qualitätskontrolle unterzogen. Insbesondere dient die Kooperation in der UNIGIS International Association auch der Neu- und Weiterentwicklung von Lehrmethoden und Materialien für ODL (Open and Distance Learning) im Bereich Geoinformatik.
(1) Der Lehrgang kann in deutscher und englischer Sprache sowie in Mischformen (z.B. englische Fachliteratur) angeboten werden. Dabei ist auf berufliche Anforderungen und Vorkenntnisse von Studierenden Rücksicht zu nehmen. Die Lehrgangsleitung kann den Nachweis ausreichender sprachlicher Kenntnisse verlangen.
(2) Zusätzlich kann nach Maßgabe von Bedarf und Kompetenz der Lehrgang in weiteren Unterrichts- oder Betreuungssprachen angeboten werden. Das Angebot fremdsprachigen Unterrichts kann in Zusammenarbeit mit geeigneten Partnereinrichtungen erfolgen.
(1) Als Mitglieder des Beirats gelten 510 Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung des In- und Auslandes, die auf Vorschlag der Lehrgangsleitung von der zuständigen akademischen Behörde bestellt werden.
(2) Der Beirat hat für den Lehrgang beratende Funktion, insbesondere bezüglich Gestaltung der Lehrinhalte, Methodik der Vermittlung und Qualitätssicherung sowie der Beurteilung der Marktgerechtigkeit des Studienangebots.
(1) Entsprechend dem Bedarf und den organisatorischen Möglichkeiten wird der Lehrgang in Form von Turnussen geführt, deren Beginn und Intervall von der Lehrgangsleitung unter Berücksichtigung von Nachfrage, ausreichenden Betreuungsmöglichkeiten sowie didaktischen Anforderungen z.B. als "Jahrgänge" festzulegen sind.
(2) Der Lehrgang dauert in der berufsbegleitenden Variante 3 Jahre („Regelstudiendauer“), für andere Studienformen wird die didaktisch und organisatorisch begründete Dauer jeweils durch die Lehrgangsleitung festgelegt.
(3) Auf Grund der besonderen Rahmenbedingungen berufsbegleitender Fortbildung finden semesterorientierte Regelungen zur Einteilung des Studienjahres keine Anwendung, es wird seitens der Lehrgangsleitung ein flexibel zu erfüllender Zeitplan je Turnus festgelegt.
(1) Zur kostendeckenden Führung des Lehrgangs wird ein Lehrgangsbeitrag auf Vorschlag der Lehrgangsleitung von der zuständigen akademischen Behörde festgesetzt und bei Bedarf den budgetären Erfordernissen angepasst.
(2) Der Lehrgangsbeitrag kann je nach Studien- bzw. Organisationsform bzw. bei Zusammenarbeit mit anderen Universitäten differenziert festgesetzt werden.
(3) Bei Überschreitung der Regelstudiendauer ist eine zusätzliche administrative Gebühr zur Gewährleistung der fortgesetzten Betreuung und technischen Unterstützung der Studierenden einzuheben.
(4) Mit Zustimmung der zuständigen akademischen Behörde kann der Lehrgang auch in Zusammenarbeit mit anderen Rechtsträgern durchgeführt werden. In begründeten Fällen und insbesondere bei z.B. im Ausland anderer Kostenstruktur können dafür unterschiedliche Lehrgangsbeiträge festgesetzt werden.
(5) Der zuständigen akademischen Behörde ist jährlich ein Finanzbericht zur Gebarung des Lehrgangs vorzulegen.
Zulassung
(1) Voraussetzung für die Zulassung zum Universitätslehrgang "UNIGIS MSc" ist der Abschluss eines Bakkalaureats-, Bachelor-, Fachhochschul-, Diplom- oder Lehramtsstudiums an einer inländischen Universität oder einer Fachhochschule oder ein gleichwertiger Abschluss einer ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung.
(2) Eine dem Abs. 1 vergleichbare Qualifikation kann anerkannt werden und obliegt der Feststellung durch die Lehrgangsleitung. Voraussetzung dafür ist jedenfalls mehrjährige Berufspraxis im Bereich der Geoinformatik.
(3) Der Nachweis ausreichender Sprachkenntnisse kann von der Lehrgangsleitung verlangt werden.
(1) Die Zulassung erfolgt jeweils nach Maßgabe der vorhandenen Studienplätze.
(2) Die Höchstzahl der Studienplätze ist von der Lehrgangsleitung unter Berücksichtigung pädagogischer und organisatorischer Gesichtspunkte festzusetzen.
(3) Die Vergabe von Studienplätzen erfolgt in Reihenfolge verbindlicher Anmeldung nach Nachweis der Erbringung sämtlicher Zulassungsvoraussetzungen.
(1) Die Zulassung zum Universitätslehrgang "UNIGIS MSc" erfolgt nach Prüfung des Vorliegens der Zulassungsvoraussetzungen durch die Lehrgangsleitung.
(2) Die Lehrgangsleitung kann jede Bewerberin bzw. jeden Bewerber zu einem persönlichen Gespräch und zur Vorlage von Unterlagen zum Nachweis erforderlicher Zulassungsvoraussetzungen auffordern. Bei Zulassung nach § 10 Abs. 2 muss dieser Schritt jedenfalls erfolgen.
Studienprogramm
(1) Die Gliederung des Lehrgangs orientiert sich am Schema akademischer Lehrveranstaltungen mit für offenes, flexibles Fernstudium erforderlichen Anpassungen.
(2) Der Lehrgang ist in "Module" gegliedert, die einzelnen Lehrveranstaltungen entsprechen. Mit Ausnahme von § 14 Abs. 8 Nr.10-12 sind diese Module den Prüfungsfächern gleichzusetzen.
(3) Zusätzlich werden mehrmals jährlich Studientage und Seminare angeboten, die in zeitlich konzentrierter Form der Kontrolle des Fortschritts, fachlichen Hilfestellungen und aktuellen Zusatzangeboten (z.B. als Wahlpflichtfach) dienen. Diese Präsenzphasen können je nach inhaltlicher Gestaltung als Studienleistungen anerkannt werden.
(1) Sämtliche Lehrveranstaltungen können als Fernstudieneinheiten (mit Ausnahme der nachstehend mit Präsenz definierten Typen von Lehrveranstaltungen) angeboten werden, die Master-Arbeit wird als betreute Hausarbeit ausgeführt.
(2) Folgende Typen von Lehrveranstaltungen sind vorgesehen:
(a) Betreutes Selbststudium (BS): auf Grundlage pädagogisch und didaktisch auf Selbststudium abgestimmter Lernmaterialien werden bei laufend verfügbarer Betreuung Kenntnisse und Fertigkeiten eines definierten Faches erworben.
(b) ‚Summer Schools’ - ‚short intensive programmes’ (SS): kompakte Präsenzveranstaltungen in denen thematisch fokussiertes Wissen sowie Arbeitsweisen projektbezogener (internationaler) Kooperation vermittelt werden.
(c) Projektarbeiten (PR): praxisorientierte und anwendungsnahe Projekte die insbesondere auch aus Gruppenarbeit (‚collaborative project’) unter expliziter Anwendung von Methoden des Projektmanagements umgesetzt und dokumentiert werden.
(d) Portfolio (PF): Individuelle öffentliche online Präsentation (z.B ‚blog’) eigener Arbeitsergebnisse aus dem Studienbetrieb bzw. der eigenen Geoinformatik-Praxis.
(e) Studientage (WS): Präsenzphasen die der Studienbegleitung, Betreuung und Vertiefung dienen.
(3) Alle in Abs. (8) 1-9 angeführten Lehrveranstaltungen sind Pflichtfächer. Der Studienleitung obliegt die Anerkennung allenfalls bereits anderweitig an anerkannten postsekundären Bildungseinrichtungen absolvierter gleichwertiger Lehrveranstaltungen.
(4) Im Rahmen des Wahlpflichtfaches „Angewandte Geoinformatik“ (Nr.11) sind ausgewählte zusätzliche Veranstaltungen (z.B. Spezial- und Vertiefungsthemen, Summer Schools, Projektarbeiten, Workshops) zu absolvieren. Die Anerkennung praxisnaher facheinschlägiger Weiterbildungs- und Schulungsprogramme mit Nachweis durch Zeugnisse auch außeruniversitärer Einrichtungen ist zu ermöglichen. Ebenso können gleichwertige wissenschaftliche Leistungen (z.B. Publikationen) anerkannt werden.
(5) Bei innerem fachlichem Zusammenhang der absolvierten Lehrveranstaltungen können Wahlpflichtfächer ab einem Umfang von zumindest je 12 ECTS sinngemäß benannt werden. Einen entsprechenden Antrag auf Benennung von Wahlpflichtfächern kann die Studentin oder der Student an die Lehrgangsleitung stellen, diese kann dafür auch Angebote erstellen.
(6) Werden Lehrveranstaltungen aus den Punkten 1-9 in höherem Umfang als der angegebenen Mindestanzahl von ECTS-Punkten absolviert, so können die über das Mindestmaß hinausreichenden Studienleistungen in Punkt 11 „Wahlpflichtfach“ angerechnet werden.
(7) Für alle Lehrveranstaltungen der Punkte 1-9 sowie für den Gesamtlehrgang ist eine Evaluation einzurichten.
(8) Das Studienprogramm beinhaltet folgende Fächer:
Nr. |
|
Lehrveranstaltung |
ECTS |
Typ |
1 |
GISINTRO |
Einführung in die Geoinformatik |
6 |
BS |
2 |
DATAMODL |
Räumliche Daten: Modelle und Strukturen Data Modelling and Data Structures |
6 |
BS |
3 |
DATSRCAQ |
Geodaten-Erfassung und Datenquellen |
6 |
BS |
4 |
GISORGPM |
Projektmanagement und Organisation |
6 |
BS |
5 |
GEOGDBMS |
Geo-Datenbank-Management |
6 |
BS |
6 |
SPATSTAT |
Geostatistik |
6 |
BS |
7 |
OGISDGII |
OpenGIS und verteilte Geoinformationsverarbeitung |
6 |
BS |
8 |
GEOANLYS |
Räumliche Analysemethoden |
6 |
BS |
9 |
VISCARTO |
Visualisierung und Kartographie |
6 |
BS |
10 |
SCILEARN |
Studienbegleitung und wiss. Arbeiten |
12 |
WS/BS/ PF |
11 |
ELECTIVE |
Wahlpflichtfach „Angewandte Geoinformatik“ (siehe auch § 14 Abs.4) |
24 |
BS/SS/ PR/PF |
12 |
MSTHESIS |
Master-Thesis |
30 |
|
|
|
|
120 |
|
Prüfungen
(1) Je Prüfungsfach ist eine schriftliche Arbeit gemäß Aufgabenstellung in den Studienmaterialien zur Beurteilung vorzulegen.
(2) Studierende sind berechtigt die schriftlichen Arbeiten in einer Fremdsprache abzulegen, wenn die Prüferin/der Prüfer in Absprache mit der Studienleiterin oder dem Studienleiter zustimmt.
(3) Bezüglich der Wiederholung nicht bestandener Prüfungen gelten die Bestimmungen des Universitätsgesetzes i.d.g.F.
(4) Die abschließende Master-Thesis ist in der Regel in Form einer Hausarbeit zu erstellen. Thema der Master-Thesis ist in Verbindung mit einem Bearbeitungsplan von der bzw. dem Studierenden vorzuschlagen und in Übereinstimmung mit der Lehrgangsleitung festzulegen.
(5) Die Master-Thesis ist eine wissenschaftliche Arbeit, welche den Prinzipien wissenschaftlichen Arbeitens in formaler, methodischer und inhaltlicher Hinsicht zu genügen hat. Dabei ist besondere Beachtung auf die Kriterien theoretische Grundlegung, Einordnung der Arbeit in das Forschungsfeld des Themas, Aktualität, und Praxisrelevanz der Themenstellung und Ergebnisse, methodische Konzeption, Exaktheit und Nachvollziehbarkeit sowie Verständlichkeit und formale Präsentation zu legen. Mit dieser Abschlussarbeit ist die Befähigung zur selbständigen wissenschaftlichen Arbeit nachzuweisen.
(6) Vor der Beurteilung der Master-Thesis muss ein positiver Abschluss aller anderen Prüfungsfächer des Lehrgangs vorliegen.
(7) Die Master-Thesis kann nach Entscheidung der Lehrgangsleitung in Form eines oder mehrerer schriftlicher Gutachten, oder auf Grundlage einer öffentlichen kommissionellen Verteidigung beurteilt werden. In letzterem Fall sind die Mitglieder der Prüfungskommission von der Lehrgangsleitung zu bestellen.
(8) Für alle Formen und Instanzen der Leistungsfeststellung gelten die allgemeinen Regeln akademischer Integrität, die Lehrgangsleitung sorgt für deren Einhaltung.
(1) Studierende, die bis zum 31.12.2008 mit dem Studium begonnen haben, können ihr Studium in der vorgesehenen Regelstudiendauer gemäß dem bisher gültigen Curriculum abschließen. Studierende, die vor diesem Stichtag mit dem Studium begonnen haben, können mittels Erklärung an die Lehrgangsleitung bis zum 31.12.2009 in das hier vorliegende Curriculum überstellt werden.
(2) Studierende, die nach dem 01.01.2009 mit dem Studium begonnen haben, werden per 31.12.2009 automatisch in das vorliegende Curriculum überstellt sofern sie nicht bis zu diesem Stichtag an die Lehrgangsleitung schriftlich erklären ihr Studium gemäß dem bisher gültigen Curriculum abzuschließen.
(1) Die Beurteilung aller Prüfungsarbeiten erfolgt anhand einer fünfstufigen Notenskala von 1 (‚sehr gut’) bis 5 (‚nicht genügend’ = negativer Erfolg).
(2) Bei positivem Abschluss (Noten 1 bis 4) aller Pflicht- bzw. Wahlpflichtfächer gemäß Curriculum gilt der Lehrgang als "bestanden".
(3) Wenn in keinem Fach eine schlechtere Beurteilung als 'gut' und in mindestens der Hälfte der Fächer 1-9 die Beurteilung 'sehr gut' erteilt wurde, hat die Gesamtbeurteilung des Lehrgangs "mit Auszeichnung bestanden" zu lauten.
(4) Für die Ausfertigung internationaler Abschlusszeugnisse, von ‚transcripts’ und ‚diploma supplements’ kann die erfolgte Beurteilung in ECTS-konforme Skalen übertragen werden.
Abschluss
(1) Nach positiver Beurteilung aller Pflicht- bzw. Wahlpflichtfächer gemäß Curriculum ist der bzw. dem Studierenden auf deren bzw. dessen Antrag ein Abschlusszeugnis sowie ein ‚diploma supplement’ auszustellen.
(2) Absolventinnen und Absolventen ist der akademische Grad "Master of Science (Geographical Information Science & Systems)" - "MSc (GIS)" zu verleihen.
Impressum
Herausgeber und Verleger:
Rektor der Paris Lodron-Universität Salzburg
O.Univ.-Prof. Dr. Heinrich Schmidinger
Redaktion: Johann Leitner
alle: Kapitelgasse 4-6
A-5020 Salzburg
Quelle:
http://www.sbg.ac.at/dir/mbl/2009/mb090715_ulg_unigis-msc.pdf